Psychosomatik
ist die ganzheitlich ausgerichtete, des Öfteren auch als psychosomatische Medizin bezeichnete Disziplin im Grenzbereich zwischen Medizin und Psychologie, die sich hauptsächlich mit den Wechselwirkungen zwischen Körper und Seele (z.B. beim Phänomen Stress) befasst.
Zahlreiche Erkrankungen sind nicht als rein körperliches Geschehen zu werten, sondern auch als Ausdruck unbewusster oder unausgetragener seelischer Konflikte.
Heute versteht sich die Psychosomatik teilweise als Gegenbewegung zu einer rein naturwissenschaftlich-apparativ ausgerichteten »materialistischen« Medizin, wobei sie der Persönlichkeit und dem sozialen Umfeld des Patienten große Bedeutung für dessen Erkrankung (und Heilung) zumisst.
Zu den psychosomatischen beziehungsweise psychophysiologischen Störungen zählen v.a. solche Krankheiten, bei denen emotionale Beeinträchtigungen zu dauerhaften, dem Betroffenen oft nicht bewussten Konflikten führen, die dann über das vegetative Nervensystem körperliche Symptome bei bestimmten Organen oder in Organsystemen hervorrufen. Als typische psychosomatische Erkrankungen gelten z.B. (gutartige) Magen- und Darmgeschwüre, Bronchialasthma, Allergien, Herz- und Kreislaufbeschwerden ohne nachweisbare körperliche Ursache sowie zahlreiche Fälle von Kopfschmerzen beziehungsweise Migräne.
Psychosomatisch Erkrankte waren in der Regel schweren Belastungen oder tief greifenden Ängsten ausgesetzt. Starke Abhängigkeitswünsche, eingeschränkte Wahrnehmung eigener Gefühle und Konflikte sowie depressive Persönlichkeitszüge scheinen für sie (als Einzelsymptom oder insgesamt) kennzeichnend. Offenbar müssen jedoch ererbte oder früh erworbene körperliche Veranlagungen (Dispositionen) hinzukommen, da nur bestimmte Personen unter gleichen psychischen und sozialen Bedingungen psychosomatisch erkranken.
Eine rein medizinische, gegebenenfalls auch Psychopharmaka und/oder Kuren einschließende Behandlung bringt bei solchen Störungen meist nur vorübergehende Beschwerdefreiheit und sollte daher stets mit psychotherapeutischen Maßnahmen einhergehen, insbeondere um Rückfälle zu vermeiden. Dies wird in unsererem fundamed Praxiskonzept realisiert.


